Away Message Nr. 7

Ich will keine schmalzige Lyrik schreiben,
Ich lass nur mal die Gedanken treiben.
Darf nicht reden, darum schreibe ich,
darf nicht schweben, darum bleibe ich
auf dem Boden, soweit das ein Künstler behaupten kann,
der Alte ist steif in den Knochen aber drauf und dran
sich zu verbiegen, erleg ihm mal einer Pausenzwang!
Nur manche Dinge nagen eben wie ein Mausezahn,
zähl ich die Vorzüge, komm ich an die Tausend ran,
komm nur nie zum Zug, als wäre es die Taunusbahn.
wenn auch die Vernunft streikt – ziehe besser weiter,
nimm noch einen Zug vom Leben und erweiter‘
den Horizont mal wieder. Weise wissen:
Blicke beflissen hinter die Kulissen;
schau‘, da durch: ich hab sie zerrissen,
und, nein, dafür kein schlechtes Gewissen.
Gestern Unbekanntes will man heute nicht mehr missen
und ein schöner Traum ist noch kein gutes Ruhekissen.
Ein Bissen selbstgemachte Weisheit, schmeckt noch trocken;
verdammt, heute war in der Schachtel Frühstücksflocken
wieder nicht die Röntgenbrille für den Durchblick
durch die Blätter des Dschungels und der Ausblick
reicht nur bis zu Blättern aus Pixeln und Papier,
mal wieder sitze ich nachts schreibend hier,
und versuche, Worten Leben einzuhauchen
und in parallele Welten einzutauchen.
Deine? Meine? Eure? Deren? Ihre? Seine?
Nur die Minderheit erahnt, was ich damit meine.
Darf nicht reden, darum schreibe ich,
darf nicht schweben, darum bleibe ich
in Gedanken, soweit das ein Täter behaupten kann,
still haltend, auf einer andren Ebene drauf und dran,
eine andere Welt umschaltend, immer aus und an.
Der Junge wird schon noch vernünftig, glaube dran!
Alles wird gut, so lang man noch nach Hause kann,
's Fach zieht sich, hoffentlich fängt bald die Pause an…

8.11.14 01:58

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