kurzer Kalauer

Es war einmal ein Kommissar,
der ritt auf einem Dromedar
und fand das ganz wunderbar:
Einmal Tanken hielt ein ganzes Jahr!

4.4.12 16:07, kommentieren

(Hinweis: Aufgrund des „Rhythmus“ oder der „Metrik“ oder so etwas, ist die Bezeichnung „Freunde“ als geschlechtsneutral zu verstehen. Meine Freundinnen sind selbstverständlich auch gemeint.)


Leute fragen mich, willst du nicht mal etwas Positives erzählen?
Leute fragen mich, willst du dich immer mit dir selber quälen?
Leute fragen mich, hey, wie geht’s dir heute?
Leute fragen mich, sag‘ doch, was macht dir Freude?
Leute, ich sag‘ euch, was mich heute erfreute,
meine Freunde, alles mir ganz teure Leute,
einzigartige, nicht zu vergessende, überragende, wertvolle
Menschen, dank derer ich alles ertrage und ich sollte
mehr über sie schreiben, erzählen, berichten,
verkünden, dichten, zwar nichts erdichten,
aber ich habe mich so gefreut über alle, die kamen
oder wollten, aber leider nicht da waren
aufgrund guter Gründe, und
zuhause am Schreiben tu‘ ich kund:
Ich liebe meine Freunde, für sie würd ich durchs Feuer gehen,
mich selbst erniedrigen und der Versuchung widerstehen.
Euch zu treffen, ist einer meiner Motivatoren,
Treibstoff und Schmieröl für all meine Motoren.
Eines der Dinge, für die man jede Woche übersteht,
zur Arbeit, zum Arzt oder Behörden geht.
Genauso wie Familie, Glaube, Ideale und Träume,
tragen auch die Freundschaften das Leben wie Bäume,
wie Säulen, wie tragende Wände,
ich werd‘ müde, reich‘ euch die Hände,
es war schön, danke für euer Kommen
(hoffe, ich hab mich auch gut benommen),
geht nicht weit weg, kommt bald wieder,
ich leg mich für heute glücklich nieder.

31.3.12 13:21, kommentieren

TOTENKLAGE

Es gibt nicht einmal ein Grab für dich, also steh ich
an diesem Platz voller Erinnerungen und seh dich
wieder vor mir stehen vor all den Jahren
durch das Dorf den Kinderwagen fahren.
Gibt es eine Trauerfeier, bin ich nicht eingeladen,
aber es gibt keine, ich müsste es ihnen sagen,
niemand weiß es, außer mir, und ich
sag ihnen nicht, dass du gestorben bist.
Mit feuchten Augen und der Hand zur Faust
geballt, steh ich hier und lass es raus.
Warum? Was hab ich getan, dass
du mich nicht mehr gekannt hast?
Jahrelang fragte ich mich, wie es dir ginge,
ob du glücklich seist, solche Dinge.
Dachte mir, was alles sein könnte, und
ich wüsste nicht was, wie oder den Grund.
Ich wollte nur noch einmal mit dir reden
und so schrieb ich dir dann doch eben
einen Brief, voller irriger Hoffnung,
nach der Zeit sei alles in Ordnung.
Doch er kam zurück, drauf stand in Rot
die Empfängerin sei leider tot.
Ich schrie zum Himmel, Ungerechtigkeit!
Die letzte Erinnerung also ein Streit?
Die letzten Worte auf ewig die letzten bleiben,
die wir füreinander hatten, weil wir beiden
uns seitdem nicht sahen noch hören
konnten, ich wollt dich nie stören,
Zeit die Wunden heilen lassen,
dafür kann ich es jetzt nicht fassen.
Das war’s? Niemals noch die Gelegenheit
rational zu reden, nach all dieser Zeit?
War ich so ein schlechter Partner,
nichts weiter mehr verdient zu haben?
Stehengelassen mit all den Fragen,
und ein Dutzend Steine im Magen.
Daran jetzt für immer zu tragen,
niemals mehr konnt‘ ich dir sagen,
was ich später, rationaler, dachte,
wie ich dich noch immer achte,
mit meinem bleibenden Rest von Ehre.
Dass Freundschaft besser gewesen wäre,
als Beziehung, hätte ich es doch
früher gesehen, anstatt es noch
unbedingt zu versuchen, ich war verpeilt,
„Zu verschieden!“, lautete das Urteil.
Und so hatten wir die Zeit verpasst,
die Chance auf Freundschaft verpasst,
und waren statt Freunden nicht mal mehr Bekannte,
sprachen kein Wort mehr, es war eine Schande,
und jetzt ist es zu spät dafür,
Kerzen und Blumen vor deiner Tür.
Letzte Nacht hat nebenan ein Hund gebellt,
da hab ich einen letzten Gruß dazugestellt,
verborgen in der Dunkelheit,
vermied so potenziellen Streit,
mit Angehörigen und Freunden,
die konnten mich noch nie leiden.
Würden sie mich finden, jagten sie mich wohl fort,
nur eine dürfte mich sehen, hier an diesem Ort,
was nie sein wird, ich finde das nicht fair,
doch deine Augen öffnen sich nun nie mehr…

 

(Ähnlichkeiten mit realen Personen sind möglicherweise beabsichtigt)

16.3.12 16:30, kommentieren

Aus der Kategorie:

(extra für eine Freundin)

 

Ich seh Mäuse, aber sie sind nicht weiß,

angetrunken, doch ich weiß noch wie ich heiß,

der Lokführer hat Phillip Röslers Stimme,

diesen Kommentar zielte ich mit Kimme

und Korn auf die Mädels neben mir.

Sie lachten, doch sie reden mir,

zuviel miteinander und zuwenig mit mir,

bin voll und taub, deshalb ist hier

zuwenig Konversation möglich.

Ich find es trotzdem tröstlich,

die Kunst nicht zu verlieren

und die Reime zu servieren,

das plagt zwar meinen Handyspeicher,

doch es geht noch immer weiter.

Lass hier mehr Lyrik tanken

als der legendäre Quanten...

computer, von dem die beeden

Nerds vorn links von mir reden.

Ich denk, das ist es dann gewesen,

morgen werd ich gespannt lesen,

was ich geschrieben Stunden her,

denn ich weiß es dann selbst nicht mehr.

16.3.12 13:16, kommentieren

Away Message Nr. 6

Zack Zack, geb mir nen Ruck, wie meinem Rucksack, wenn ich ihn aufpack,
er ist gewichtig, weil ich immer noch was wichtiges draufpack, ins Staufach,
das alles, damit ich aufwach, Anno Domini Beats dreh ich auch laut, dass
sie mir helfen wenn ich aufpass; ich halt Ausschau nach
Wortfetzen, die im Feinstofflichen treiben, muss sie einfangen, wenn ich drauf pack,
keiner darf mir entkommen, wenn ich die Faust aufmach,
was der Grund ist, weshalb ich den Beat laut mach, und lyrisch einen draufmach,
hoffentlich gibts tierisch einen Aufschlag, das ist mein Auftrag,
selbstgegeben, weil ich mich in dieser Haut mag, auf, sag,
hat’s dir gefallen?
Dann mach dir einen lauen Tag, lehn dich in den Sessel, und geh auf meinen Block drauf, da
findest du noch mehr davon, lies und der Stress baut ab, haut ab,
Miesmachern zieh ich da verbal die Haut ab, ich garantiere dir, starte bei mir und es wird ein Traumtag…

(Use it to get inside their heads...I'm still trying...;D)

3.10.11 17:22, kommentieren

und welcher von denen bin ich nun?

Die große Umfrage

 

Werte Damen, werte Herren, liebe Kinder, sehr geehrte Tiere, liebe Außerirdische –

*Beifall*

alle Angesprochenen, ich möchte Ihnen nacheinander DIE Frage stellen, die unsere Zuschauer, Zuhörer, Leser, Lippenleser, Handleser und Kaffesatzleser heute – und nur heute – am meisten beschäftigt:

WAS bedeutet Kunst für Sie, und WARUM praktizieren Sie sie? – Denken Sie nicht lange über die Antwort nach, sprechen sie aus ihrem hohlen, eingefallenen, krank aussehenden, genauso wie aus ihrem ölig glänzenden, speckfaltigen, behaarten Bauch heraus – der wird es schon besser wissen als Ihr Hirn. Kleiner Scherz am Rande, haha. Also bitte…

 

 

Guten Morgen, mein Name ist Joachim Gorsch,

mein großes Vorbild sind Piano-Joe, Melody Mandy und der Hackbrett-Schorsch,

ich spiele meine Klampfe im Bürgerhaus bei Bier und Worscht,

wenn die Bürjer Lust uff Mussik ham, lösch isch ihrn Dorscht.

 

Ich bin Handwerker, kein Künstler, ich sag Ihnen das.

Wenn der Chef kommt mit einem Auftrag, dann mache ich das.

Ich bin kreativ nur für Geld, trotzdem für manche ein Held,

denen meine Arbeit nun mal besonders gefällt!

Manche sprechen ihr die Seele ab, ich verbitte mir das!

Es muss auch Auftragsarbeiter geben, so sehe ich das!

Wer soll denn besser wissen, was dem Menschen gefällt,

als der Mensch, der es mir mitteilt, und zwar selbst?

 

Motherfucker, du hast keine Ahnung, wo ich herkomm,

de darkest place of de whole ghetto, dat‘s where I’m from,

ich verarbeite alles in dieser verdammten Musik,

den Schmerz, die Gewalt, die Drogen, den Krieg,

Bruder, einen wie mich kannst du aus dem Ghetto rausholen, aber das Ghetto nicht aus mir, also fick dich, wenn du ein Scheißproblem mit meiner Art hast, ich bin nicht so geboren worden, sondern die Scheißgesellschaft hat mich dazu gemacht, also fickt eure Medien, fickt eure parfümierten Schokoriegel,

wie viele von euch, waren schon mal hinter Schloss und Riegel?

Mein Vater sitzt, seit ich vier war, im Knast,

denn er hat nem Scheißbullen im Affekt ne Klinge verpasst!

 

Ich liebe die tobende Menge, die kochende Arena,

wenn das Stadion zum Hexenkessel wird, dafür bin ich da,

ja, dafür lebe ich, hol das letzte aus mir raus,

schrei die letzten Lyrics, hau die letzten Riffs hinaus

in den Nachthimmel und mit der Nacht klingt mein Konzert aus…

für die Liebe des Publikums, und aus Liebe zum Publikum…peace.

 

Mein Herr, diese Kunst, wie Ihr sie nennt, die mach ich nicht für mich.

Mein Zweck ist ein höherer, was ich tue, widme ich dem Herrn,

meinem Gott, um Ihn zu lobpreisen,

denn nicht mein Talent, sondern Seine Gnade erschafft die Kunstwerke,

und ich bin Sein Werkzeug. In aller Ewigkeit,

Amen.

 

Ja…spürst du das Verlangen, kleiner Mann?

Ich spiel mit euch allen, wie eine Klapperschlange,

eure hypnotisierten Blicke, eure lechzenden Zungen,

das Geld, das ihr wegschmeißt, dazu hab ich euch gezwungen,

mit meinem hypnotischen Tanz, überirdischer Glanz,

ihr begehrt mich, dadurch beherrsche ich euch, und bald hab ich euch ganz…

 

Wenn die alle wüssten, wenn die es nur ahnten,

die beste Tarnung ist die Wahrheit, aber pst! Niemandem verraten…

Sie denken, ich mach‘ ihnen den Psycho, ihres Vergnügens wegen,

dabei tue ich es, um mit klarem Kopf zu leben…

Verstelle mich…nicht, und darin werd ich auch immer besser,

aber wird mir einer zu verdächtig, zieh‘ ich ganz schnell mein…e Sonnenbrille auf. Haha, was dachten Sie denn? Nur nicht so schreckhaft, mein Freund.

 

Ich sehe tausend Reporter mit zehntausend Mikrophonen, soll ich es mit f aussprechen, würde sich das lohnen, mein Gott! – ich entschwebe in das All, mit achtzig U/min Drall, und seh‘ den Urknall, vor dem Fall! Die weiße Linie durchzieht mein Hirn und wird zum Zebrastreifen, oh Gott, ich muss ausweichen, da kommt er, DER ZUG! Und er kommt…zum Stehen, denn ich brauche den Zu…stand, um das EpizentrummeinerNervenaktivitätzuHöchstleistungenanzuspornenabermanchmalkommichdabeieinweniginsschleudernundfliegfürsersteausderzweitenKURVERECHTS, AAAAARRRRRGGGGHHHHHH!!!!!!!

 

Ja, Mann, ich bin der Größte, weil ich einfach der Beste bin,

ja, schon klar, nicht jeder kriegt das hin, aber ich bin

halt einzigartig, ein böser Junge, gar nicht artig,

steh nicht über ein bisschen Klau und Plagiaten,

pfeif auf jede Message, ich hab Fans, Karriere, Kohle,

keiner kann was entgegnen, wenn ich was will und es mir hole.

(Und ich sage – )

ich will dekadent sein, Geld verprassen, meinen Status zeigen,

und sechszehnjährigen Fangirls auf den Brüsten unterschreiben!

Und wenn ich dann wieder Groupies seh, greif ich zu als wüchsen die in meinem Garten,

scheiß auf jeden Anstand, ich kann es kaum erwarten!

Also bis zum nächsten Auftritt, hier nimm ein Autogramm mit,

kannste deiner Tochter schenken, ist kostenlos. Hahahahah!

Ich guck mich derweil backstage um, nach meinem nächsten Ritt!

 

Diese Bilder muss ich malen, um mich auszudrücken,

was ich mit Worten nicht vermag, wenn die Sprache versagt,

dann greife ich zu Pinsel, Bleistift, Feder, Kreide, Handschuhen, Airbrush,

die Tinte, Tusche, Ölfarben, Graphitstriche, Farbspritzer, alles fließt zusammen,

zu einem großen Ganzen,

und stellt meine Gedanken dar, wie es verbal nicht möglich war,

denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

 

Nur auf den Brettern, die die Welt bedeuten,

fühle ich mich zuhause, ihr ahnt nicht, was sie mir bedeuten!

Keine Herausforderung ist mir zu groß, die Rollen zieh ich an wie Schuhe,

und werde aufgeregt, boshaft, witzig, besorgt, betrunken, fanatisch oder die Ruhe

in Person; gebt mir ein gutes Stück und ich spiel darin den dümmsten Bauer,

aber kommt ihr mit billiger Unterhaltung für Dumme, werf ich das Papier ins Feuer!

 

Keine Zeit, viel zu reden, ich muss trainieren. Jeden Tag fordere ich mich selbst heraus, noch besser zu werden, als ich oder jemand anderes jemals war, und dabei will ich nicht einmal in die Geschichte eingehen, sondern nur mir selbst beweisen, dass ich’s könnte.

 

Ja, ha, die Reime, was soll ich dazu sagen,

Kumpel, ich hau sie raus, wie miese Typen Leuten in den Magen,

aus purem Spaß an der Freude und Lust an der Laune,

was ich so sag‘, nimmt man besser nicht so genau, ne?

Hey, irgendein Hobby muss der Mensch ja haben,

meins ist eben, zu reimen, ohne zu versagen,

mit der Zeit werden die Styles dann auch relativ erhaben,

von einem zunehmend lockeren Flow getragen,

Wann ich damit aufhöre? Na das sollte doch hinreichend klar sein. Nie!

Und wenn ich mich selbst noch mehr beweihräuchern will, sag ich Dinge wie:

Ich besetze drei Plätze, nicht nur in der S-Bahn, sondern auch auf der Siegertreppe,

weil ich euch nie neppe, höchstens mit nem wohlgezielten Reim erschrecke,

und sowas wie schriftlich rappe, und damit hör ich wohl nicht mehr auf, bis ich verrecke,

kaputt und weggeworfen liege in der Ecke,

aber das kann noch dauern, von mir aus passiert es nie,

merkt euch meinen Namen, denn ich bin Speedy G!

 

Meine Kunst erzählt Geschichten, manchmal auch Geschichte,

womit ich’s nicht so hab‘, sind die Gedichte,

zeichne Comics, als ultimative Verbindung

von Text und Zeichnung,

manchmal witzig, manchmal ernsthaft,

manchmal sollte es dramatisch sein, aber man hat trotzdem gelacht,

aber niemand ist perfekt, doch kann man danach streben,

und das hab ich vor, zu tun, solang ich noch lebe!

 

Ich bin politisch, ich mach kaputt, was mich kaputt macht!

Spucke Speichel, Blut, und meinen Rotz auf diese Staatsmacht!

Ich hasse Nazis, Politicos und ranzige Beamtensocken,

schrei ich, während wir das fucking Juz rocken.

Amico! Non l’hai capito? Loro sono TUTTI Michael Jackson, e tu starai sempre Tito!

O cosi fosse, se non ci saremmo noi, le forze rosse!

All’attacco, amici! – reißen wir die Paläste ein!

Fickt die Fürsten und bringt das System zum Schrei’n!

Fuck, Mann, ich scheiß‘ auf diesen Staat und alles politische Gehabe,

ich scheiß‘ auf die oberen Zehntausend und Politikergelaber,

ich scheiß‘ auf Medienfratzen, und auf den schlauen Det,

ich scheiß‘ einfach auf auf alles…doch vor allem…auf das Bundeskabinett!

...nett…nett…nett

 

 

Ja, wirklich sehr nett. Ich freue mich, heute so viele unterschiedliche Antworte, von so vielen unterschiedlichen Menschen gehört haben zu dürfen. Ich denke, das wird mir einige Zeit zum Nachdenken geben. Oder besser würde, wenn nicht in fünf Minuten der Beitrag für unsere Sendung zusammengeschnitten sein müsste. Naja. Vielleicht kann ich ihn ja in meiner Privatvideothek in voller Länge behalten und bei Gelegenheit ein paar Freunden zeigen.

Ab.

25.6.11 12:43, kommentieren

Nicht von mir, aber...

"Thou shalt not use poetry, art or music to get into girls’ pants – use it to get into their heads!"

23.6.11 14:44, kommentieren